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Fondsarten

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Nach der Anzahl der ausgegebenen Fondsanteile unterscheidet man zwischen offenen Fonds (Zahl der Anteile ist nicht begrenzt) und geschlossenen Fonds (bei Gründung werden die Höhe des Fondsvermögens und die Anzahl der ausgegebenen Fondsanteile festgelegt.

Nach der Anlagestrategie unterscheidet man zB. in Geldmarkt-, Anleihen- oder Aktienfonds. Nach der Ausschüttungsart unterscheidet man in Ausschüttungsfonds (Erträge werden ausgeschüttet) und Thesaurierungsfonds (Erträge werden wiederveranlagt, um den Wert des Fondsvermögens zu erhöhen).

Die wichtigsten Fondsarten kurz gefasst.

Die Fondsarten
Aktienfonds
Reine Aktienfonds investieren nur in Aktien. Hier gibt es keine fixen Zinsen und keine Kapitalrückzahlung, lediglich eine gewinnabhängige Ausschüttung.
Die Wertschwankungen erhalten mehr Bedeutung und sind von der Entwicklung des jeweiligen Aktienmarktes abhängig.

Die wenigsten Aktienfonds haben die Freiheit, bei Erwartung eines fallenden Marktes Aktien zu verkaufen und Cash zu erhalten. Doch wer verkauft schon einen teuer bezahlten Aktienfonds nach kurzer Zeit, wenn die Märkte gedreht haben? Daher sind Aktien eine langfristige Anlageform (10 Jahre oder länger); sie bringen mehr als Anleihen, wenn man Wertzuwachs und Gewinn zusammennimmt. Nicht unterschätzt werden darf auch das Währungsrisiko beim Kauf ausländischer Aktien, auch wenn sie in Euro notieren.
Branchenfonds
Branchenfonds ermöglichen das Investment in Branchen, indem sie (mehr oder weniger ausschließlich) Titel der betreffenden Branche in ihr Portfolio aufnehmen. Damit wird es dem Investor möglich, gezielt in jene Branchen zu investieren, die ihm am interessantesten erscheinen. z.B. Telekommunikation, New Economy, usw. Er nimmt allerdings das spezifische Branchenrisiko auf sich: Branchenfonds sind volatiler bzw. riskanter als z.B. Länderfonds, da sie nur Titel einer Branche enthalten und nur innerhalb der Branche das Risiko durch Diversifikation streuen.
Dachfonds
Das Fondsvermögen wird nicht direkt in einzelne Unternehmen, sondern in Anteilen an anderen Fondsgesellschaften veranlagt. In Österreich sind diese Fonds seit 1998 zugelassen. Dachfonds weisen oft die selben geographischen- oder branchenbezogenen Anlagestrategien auf, wie Fonds, welche direkt in einzelne Unternehmensanteile oder Anleihen investieren. Der Vorteil von Dachfonds ist das doppelte Fondsmanagement - zum einen in der Auswahl der einzelnen Fondsanteile und zum anderen in den einzelnen Fondsgesellschaften selbst. Die HYPO Tirol managt z.B. die Golden Roof sowie die Crystal-Roof-Dachfondsserie.
Fonds mit/ohne Ausgabeaufschlag
Ein grossteil der Investmentfonds weisen beim Kauf einen Ausgabeaufschlag aus. Dieser Ausgabeaufschlag wird direkt zum aktuellen Börsenkurs zugerechnet und variiert in der Höhe je nach Fondsgesellschaft. Eine Besonderheit sind die sogenannten Typ 0 (Typ Null) Fonds bzw. EFT (Exchange Traded Funds), welche ohne Ausgabeaufschlag gehandelt werden. Typ-0-Fonds sind auch direkt über die Börsen (z.B. XETRA) handelbar.
Geldmarktnahe Fonds
Geldmarktnahe Fonds investieren in kurzlaufende, festverzinsliche Anleihen, Floater, Fest- und Termingelder. Die Verzinsung ist höher als bei Spareinlagen, aber unter der von Anleihen. Dafür besteht ein wesentlich geringeres Kursrisiko. Der Hypo Cash ist z.B. ein geldmarktnaher Fonds. Vorteile von geldmarktnahen Fonds sind die tägliche Verfügbarkeit und die automatische Wiederveranlagung der Zinsen.Ein Nachteil ist, dass geldmarktnahme Fonds vom Ertrag her gesehen mehr ein Geldparkplatz als eine Geldanlage; langfristig wird nach Steuern gerade die Inflation ausgeglichen. Bitte beachten:

Geldmarktnahe Fonds, die deutlich mehr versprechen, gehen größere Risiken ein, die sich irgendwann in größeren Wertschwankungen bemerkbar machen.
Gemischte Fonds
Gemischte Fonds investieren in Aktien, Anleihen und Barmitteln.

Hier werden die Anlagen wesentlich aktiver verschoben als bei den anderen Formen zwischen Anleihen, Aktien und Barmitteln. Der Vorteil besteht in der breiten Streuung, erfordert vom Fondsmanagement aber besonderes Geschick, vor allem bei den Timing-Entscheidungen. Die sorgfältige Auswahl des Fonds ist ebenfalls wichtig.
Hedge Fonds
Hedge-Fonds unterscheiden sich zu traditionellen Anlagen (Anleihen, Aktien...) durch ihre tiefe Korrelation und ihre Fokusierung auf absolut positive Renditen. Hedge-Fondsmanager haben einen größeren Spielraum und sind berechtigt Fremdkapital aufzunehmen. Hauptnachteile für Hedge-Fonds sind der begrenzte Schutz für Investoren, wenig Transparenz, hohes Mindestvolumen und geringe Liquidität.
Rentenfonds
Rentenfonds legen ausschließlich in festverzinsliche Wertpapiere an. Der Ertrag entspricht in etwa dem Kupon einer festverzinslichen Anleihe. Recht erhebliche Wertschwankungen sind inbegriffen. Sinkende Zinsen am Kapitalmarkt lassen den Wert steigen (denn der Fonds besitzt ja noch höhere rentierende Titel aus der Hochzinsphase). Steigen die Zinsen aber wieder, so fällt umgekehrt der Wert des Fonds.
Sustainability - Nachhaltigkeits / Ethikfonds
Diese Fonds ermöglichen ein Investment in Unternehmen, deren Produkte und Dienstleistungen neben finaziellem Erfolg auch einen ökonomischen, ökologischen und sozialen Nutzen erbringen. Die Anlage erfolgt an den wichtigsten internationalen Börsen. Länderspezifische Einschränkungen z.B. weltweite Streuung, Europa etc. werden oft gesetzt. Ein Beispiel für diese Fonds ist der Hypo Global Value, welcher von der Bank Sarasin & Cie, einem Spezialisten im Bereich Nachhaltigkeit, gemanagt wird.
Thesaurierende Fonds
Thesaurierende Fonds sind Fonds, die keine Ausschüttungen haben. Sie sind nur geeignet, wenn Sie Ihr Kapital für längere Zeit nicht benötigen. Der Golden Roof Welt und der Golden Roof Branchen z.B. sind thesaurierende Aktiendachfonds.