Anleihen
Vorteile von Anleihen
Anleihen - auch als Schuldverschreibungen, Renten oder Bonds bezeichnet - sind die ideale, kontrollierbare Anlageform für genau umrissene Lebensziele.
- Wenn ein Staat, Bundesländer, Großgemeinden, Industriebetriebe, Elektrizitätsgesellschaften oder andere gewichtige, kreditwürdige Institutionen wie z.B. Banken Geld aufnehmen, um damit Projekte in einem Land zu finanzieren, treten sie als Schuldner auf und geben Anleihen aus.
- Anleihen gehören in jedem Fall in das Anlageportfolio, weil Risiko und Rendite in einem vernünftigen Verhältnis stehen.
- Als Direktanlage machen sie sicher mehr Mühe als Fonds, weil sich Anleger selbst um Tilgungstermine kümmern müssen. Andererseits haben Anleihen klar umrissene Laufzeiten. Man weiß als Anleger, woran man ist und muss nicht erst einen günstigen Zeitpunkt für den Ausstieg, wie etwa bei unbefristeten Laufzeiten, abwarten.
- Es macht Sinn, einen Großteil der Anleihen in inländischen Anleihen oder in Währungen anzulegen, welche keine große Schwankungsbreite aufweisen.
Arten von Anleihen
- Nach den Emittenten unterscheidet man öffentlich rechtliche Anleihen (z.B. Staatsanleihen), private Anleihen (z.B. Industrieanleihen der Energiewirtschaft), ausländische Anleihen (z.B. Anleihen der Weltbank) und Bankanleihen (z.B. die Tirol Anleihe der Hypo Tirol Bank).
- Nach der Verzinsung unterscheidet man Fixzinsanleihen und variabel verzinste Anleihen.
- Nach der Währung unterscheidet man Euroanleihen und Fremdwährungsanleihen.
Ertrag bei Anleihen
Der Ertrag einer Anleihe setzt sich aus der Verzinsung des Kapitals und einer allfälligen Differenz zwischen Kaufpreis (Kaufkurs) und dem erreichbaren Preis beim Verkauf/Tilgung zusammen.
- Der Ertrag kann daher nur dann im Vorhinein angegeben werden, wenn die Anleihe bis zur Tilgung gehalten wird. Als Vergleichs-/Maßzahl für den Ertrag wird die Rendite (auf Endfälligkeit) verwendet, die nach international üblichen Maßstäben berechnet wird.
- Bei einem Verkauf der Anleihe vor dem eigentlichen Tilgungstermin ist der erzielbare Verkaufspreis (Verkaufskurs) ungewiss, der Ertrag kann daher höher oder niedriger als die ursprünglich berechnete Rendite sein. Bei der Berechnung des Ertrages ist auch die Spesenbelastung z.B. bei einem vorzeitigen Verkauf zu berücksichtigen.
Besteuerung von Anleihen
Eine fundierte Beratung hinsichtlich aller Steuern im Wertpapiergeschäft ist wichtig. Sie erhalten diese bei dem steuerlichen Vertreter Ihres Vertrauens. In jeder Geschäftsstelle der Hypo Tirol Bank stellen wir Ihnen gerne detaillierte Broschüren zu Verfügung.
- Anleihen der Hypo Tirol Bank sind durch den automatischen KESt-Abzug (Kapitalertragssteuer) endbesteuert. Das heißt, die Einkommenssteuer (ESt) sowie die Erbschaftssteuer (EScht) sind bereits abgegolten und an das zuständige Finanzamt muss keine Meldung gemacht werden.
- Für Devisenausländer besteht die Möglichkeit, nach Erklärung der Devisenausländereigenschaft (kein Wohnsitz in Österreich und der Mittelpunkt der Lebensinteressen befindet sich im Ausland) eine Befreiung von der KESt zu beantragen. Die Erträge der Wertpapiere werden in der Folge mit der anonym abgeführten EU-Quellensteuer belastet. Diese stellt eine Vorauszahlung an eine eventuell im Heimatland des Anlegers vorgeschriebene Besteuerung dar.
