Eigenkapitalstärkung für Mutterkonzern Hypo Tirol Bank AG von EU-Kommission genehmigt
Innsbruck, 17.06.2009 – Das zwischen Hypo Tirol Bank AG und der Landeshypothekenbank Tirol Anteilsverwaltung ausgearbeitete Modell, eine Kapitalstärkung von bis zu 100 Mio. EUR in Form von Partizipationskapital aufzunehmen, wurde heute von der EU-Kommission positiv entschieden. Der Betrag soll von privaten bzw. institutionellen Investoren stammen. Das Land Tirol als Eigentümer der Hypo Tirol Bank übernimmt eine Ausfallhaftung für zehn Jahre, wofür das Land eine Haftungsprovision erhält. Das Partizipationskapital wird von der Bank nach 10 Jahren wieder abgeschichtet. Unter der Voraussetzung, dass die Bank Gewinne erzielt, wird die jährliche Dividende 5 Prozent betragen.
Laut Vorstandsvorsitzenden Dr. Hannes Gruber entspricht diese Form der Kapitalaufnahme dem Wunschmodell der Hypo Tirol Bank, worüber ausführlich beraten und das auch im Einvernehmen mit dem Eigentümer ausgearbeitet wurde. „Die Begebung von privatem Partizipationskapital bietet eine hervorragende Möglichkeit, die Wettbewerbsposition der Bank zu stärken und zusätzliches Kapital der Tiroler Wirtschaft zur Verfügung zu stellen“, zeigt sich Gruber über das positive Signal der EU-Kommission erfreut. Eine Erhöhung des Kernkapitals wäre auch aus eigener Kraft möglich, angesichts der Rahmenbedingungen ist jedoch eine vorgezogene Kapitalerhöhung aus Gründen der Vorsorge sinnvoll und angebracht. Auch seitens des Landes erscheint dieses Modell als interessant, da kein Cent aus dem Landesbudget in die Hand genommen werden muss. Die Stimmrechte bleiben zu 100 % beim Land. Abschließend ist noch der Beschluss von Regierung und Landtag erforderlich sowie von den Gremien der Bank.
