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100.000 Festmeter Schadholz durch Hagel und Sturm in Tirol

08.07.2024

Unwetter mit Hagel und Sturm haben in den vergangenen Wochen ihre Spuren in Teilen der Wälder der Tiroler Bezirke Kitzbühel und Kufstein hinterlassen. Insgesamt rund 100.000 Festmeter Schadholz wurden verzeichnet, das entsprach einer Fläche von etwa 35 Hektar, teilte das Land am Montag mit. Betroffen waren am 9. Juni vor allem die Gemeinden Schwoich und Söll, drei Wochen später die Wildschönau, Kelchsau (Gemeinde Hopfgarten) und das Windautal (Gemeinde Westendorf).

Nun sei es wichtig, das Schadholz schnell aus dem Wald zu bringen, um dem Borkenkäfer "keine zusätzliche Nahrung zu geben", erklärte Landeshauptmannstellvertreter und Agrarlandesrat Josef Geisler (ÖVP) am Montag nach einem "Forstgipfel" im Innsbrucker Landhaus. Eine bedeutende Rolle kommt dabei den Sägewerken zu. "Nur eine rasche Holzabfuhr zu einem fairen Preis macht eine schnelle Aufarbeitung möglich. Das ist wichtig, um den Borkenkäfer in Schach zu halten", nahm indes Landwirtschaftskammerpräsident Abg. Josef Hechenberger (ÖVP) die Sägewerke in die Pflicht. Seitens der Tiroler Sägewirtschaft sei dies auch zugesichert worden.

Hinzu komme eine weitere Problematik, die es zu lösen gelte: Zwar seien rund zwei Drittel der von Extremereignissen betroffenen Waldflächen in den Bezirken Kufstein und Kitzbühel Schutzwald. Hier würden der Katastrophenfonds und Förderprogramme greifen, wurde betont. Sie ermöglichten eine rasche Schadholzaufarbeitung. Auch Sturmschäden seien abgedeckt. Anders gelagert sei die Situation hingegen bei Hagelschäden im Wirtschaftswald. Diese seien grundsätzlich versicherbar und fallen damit nicht unter das Regime des Katastrophenfonds. "Niemand wäre bis jetzt auf die Idee gekommen, Wald gegen Hagel zu versichern. Aber die Schäden sind enorm und das Schadholz muss rasch aufgearbeitet werden", erläuterte Geisler. Er stellte eine "baldige Lösung" für rund ein Viertel der Schadholzmenge in Aussicht.

Bereits vergangenen Sommer hatte man in Tirol ungleich größere Waldschäden verzeichnet: Stürme zogen damals rund 2.500 Hektar Wald schwer in Mitleidenschaft. Über 90 Prozent des Schadholzes hätten die Waldbesitzer "mit entsprechender öffentlicher Unterstützung" übrigens bereits aufgearbeitet, berichtete Geisler am Montag.

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