Neueste Einträge

FPÖ und Liste Fritz kritisieren Tiroler Tourismusstrategie, SPÖ nicht

10.06.2021

Die Oppositionsparteien FPÖ und Liste Fritz haben die präsentierte Tiroler Tourismusstrategie der schwarz-grünen Landesregierung, die unter anderem eine absolute Bettenobergrenze von 330.000 vorsieht, kritisiert. Die Tourismusstrategie sei das Papier nicht wert, auf welchem sie geschrieben sei, monierte FPÖ-Chef Markus Abwerzger. Wenig und noch weniger konkretes sah die Liste Fritz. Sie ortete "politisches Geplänkel der ÖVP"Wohlwollender fiel die Reaktion der SPÖ aus.

Außer Obergrenzen habe die Landesregierung keine Perspektiven, meinte Abwerzger. "Platter hängt immer noch an den Agenden für den Tourismus, wobei ein Großteil der Touristiker und der Wirtschaftstreibenden sich erhoffen, dass Platter diese Agenden endlich abgibt, denn er hat keine Glaubwürdigkeit mehr", sagte der FPÖ-Landesparteiobmann über den Landeshauptmann. Er forderte für die kommenden Jahre ein Mitglied der Landesregierung, das nur für Tourismusagenden zuständig sei.

Ein Bettenstopp auf dem jetzt erreichten Niveau sei Augenauswischerei, wenn die Auslastung heuer im Winter bei 44 Prozent und im Sommer bei 33 Prozent liege, erklärten Liste Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und LAbg. Markus Sint. Eine Bettenreduktion müsse regional ausgewogen passieren. "Die Startvoraussetzungen in St. Anton sind andere als in Osttirol. Hier gibt es eine hohe Konzentration und dort gibt es durchaus noch Platz für neue Betten", so die beiden Politiker. "Es ist unumgänglich, die Auswüchse des Tourismus in Tirol einzubremsen. Massentourismus bringt Massenverkehr ins Land, deshalb müssen wir die Übererschließung in Tirol stoppen", hielten die beiden Landtagsabgeordneten fest.

Scharf zurückgewiesen wurde die Kritik der Opposition naturgemäß von der Tiroler ÖVP. "Das neue Leitbild für den Tiroler Tourismus wurde von praktizierenden Touristikern und angesehenen Experten erstellt", erklärte der Touristiker und LAbg. Mario Gerber: "Den Tiroler Weg lassen wir uns sicher nicht von Liste Fritz und FPÖ schlecht reden, denn die junge Generation im Tourismus kann auf die Extremansichten der Opposition gut verzichten".

Keineswegs scharf ins Gericht mit Schwarz-Grün gingen hingegen die Sozialdemokraten. Deren Tourismussprecher und stellvertretender Klubobmann, LAbg. Philip Wohlgemuth, ortete ein Umdenken, das längst überfällig gewesen sei. "Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftsbereiche in unserem Bundesland. Bisher waren wir es gewohnt, dass der Tourismus uns gut durch wirtschaftliche Krisen führt, diesmal war und ist der Tourismus selbst eines der größten Sorgenkinder in Tirol - wirtschafts- und arbeitsmarktpolitisch", so Wohlgemuth. Diese herausfordernde Situation müsse nun genutzt werden, "um die Branche zukunftsfit und als Arbeitgeber attraktiver zu machen".

Teilen auf

FPÖ und Liste Fritz kritisieren Tiroler Tourismusstrategie, SPÖ nicht auf Facebook teilenFPÖ und Liste Fritz kritisieren Tiroler Tourismusstrategie, SPÖ nicht als Link per E-Mail weiterleitenFPÖ und Liste Fritz kritisieren Tiroler Tourismusstrategie, SPÖ nicht als PDF drucken

Ähnliche Beiträge