Hypo Tirol Blog
  
Fokus Finanzmarkt

Märkte am Morgen

17.09.2020

Wenig Impulse nach US-Zinsentscheid

AKTIEN

DEUTSCHLAND: - UNVERÄNDERT - Vor dem großen Verfall an den Terminbörsen, dem so genannten "Hexensabbat", zeichnet sich am Freitag im Dax ein ruhiger Start ab: Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex gut zwei Stunden vor der Eröffnung wenige Punkte im Plus auf 13 220 Punkte. Auch auf Wochensicht tritt der Dax bei Schwankungen zwischen 13 035 und 13 339 Punkten per saldo auf der Stelle. Wie an der Wall Street vermissen die Anleger augenblicklich einen klaren Trend. Für Technologiewerte ein neues Warnsignal ist laut den Marktstrategen der Credit Suisse der Handelsschluss des Nasdaq 100 unter der 50-Tage-Linie. Hier konnte sich der Auswahlindex der Tech-Börse Nasdaq nach seinem heftigen Rückschlag zuletzt wieder stabilisieren. Insgesamt rechnen die Credit-Suisse-Experten angesichts der bevorstehenden US-Wahlen weiter mit einem Schlingerkurs am Aktienmarkt.

USA: - VERLUSTE - Die Enttäuschung über ausgebliebene Impulse von Seiten der US-Geldpolitik hat an der Wall Street auch am Donnerstag noch nachgehallt. Die Standardwerte gaben leicht und die konjunktursensiblen Tech-Aktien recht stark nach. Die Notenbank will den Leitzins angesichts der Corona-Krise offenbar über Jahre hinweg an der Nulllinie belassen, wie sie bereits am Mittwoch bekannt gegeben hatte. Dies war aber bereits erwartet worden, und von machen Anlegern offenbar erhoffe, weitere erfreuliche Neuigkeiten gab es kaum. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hatte in einem nervösen Handel nur kurz den Sprung ins Plus geschafft und gab am Ende um 0,47 Prozent auf 27 901,98 Punkte nach. Am Mittwoch hatte das Börsenbarometer anfängliche Gewinne fast gänzlich eingebüßt. Der marktbreite S&P 500 büßte am Donnerstag 0,84 Prozent auf 3357,01 Punkte ein. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,48 Prozent auf 11 080,95 Punkte nach unten.

ASIEN: - IM PLUS - An den asiatischen Aktienmärkten deutet sich ein freundlicher Wochenausklang an. Alle wichtigen Märkte waren im Plus, wenn auch nur leicht. So legte der der japanische Leitindex Nikkei 225 knapp eine Stunde vor Handelsende 0,14 Prozent zu - auf Wochensicht steuert er damit auf ein leichtes Minus hin. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen zog zuletzt 0,66 Prozent an - sollte der Index das Niveau bis zum Handelsende halten, hätte er in der Woche fast ein Prozent zugelegt. In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gewann der Hang-Seng-Index zuletzt 0,30 Prozent.

DEVISEN

Der Euro ist am Donnerstag im US-Handel auf Erholungskurs geblieben. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte zuletzt bei 1,1835 US-Dollar. Im frühen europäischen Geschäft war sie noch mit 1,1738 Dollar auf den tiefsten Stand seit einem Monat gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1797 (Mittwoch: 1,1869) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8477 (0,8425) Euro. Jüngste Konjunkturdaten aus den USA fielen eher enttäuschend aus und belasteten den Dollar. So sind die Baubeginne im August stärker gefallen als erwartet. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind zwar gesunken, aber weniger als erwartet. Die Zahlen befinden sticht trotz des Rückgangs auf einem hohen Niveau. Die Entscheidungen der US-Notenbank vom Vortag hatte den US-Dollar zunächst gestützt. Die US-Notenbank hat am Mittwoch ihre Nullzinspolitik bestätigt und anhaltend niedrige Zinsen bis ins Jahr 2023 hinein signalisiert. Auch ihre Wertpapierkäufe von monatlich 120 Milliarden Dollar sollen fortgeführt werden. Offenbar hatten einige Beobachter mit weiteren Lockerungssignalen gerechnet, was die Anleihen vorübergehend belastete. Notenbankchef Jerome Powell aber sieht derzeit vor allem die Fiskalpolitik in der Pflicht. Gefallen ist das britische Pfund. Die britische Notenbank hat ihren Krisenkurs bestätigt und den Leitzins auf dem Rekordtiefstand von 0,10 Prozent belassen. Sie machte aber deutlich, dass sie über negative Zinsen nachdenkt, um die schwächelnde Wirtschaft zu stützen. Das würde das Pfund für Anleger noch weniger attraktiv machen. Großbritannien leidet derzeit unter einem Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus. Zudem haben sich die Fronten bei den Verhandlungen zwischen der Europäischen Uniob und der britischen Regierung in Bezug auf die künftigen Beziehungen verhärtet. Es droht ein Ausscheiden Großbritanniens aus dem europäischen Binnenmarkt ohne ein Abkommen.

ROHSTOFFE

Saudi-Arabien dringt auf die Einhaltung des vom Ölkartell Opec und seinen Partnern (Opec+) beschlossenen Förderlimits. Bei einem Online-Treffen warnte der saudische Energieminister Abdulasis bin Salman am Donnerstag davor, mehr Öl als erlaubt zu fördern. "Versuche, den Markt zu überlisten, werden nicht erfolgreich sein", sagte er zu den anderen zugeschalteten Ministern. Gerade angesichts der Folgen der Corona-Krise auf den Ölmarkt sei Disziplin geboten. Länder, die gegenüber den Opec+ falsche Versprechungen über ihre Ölförderung machten, würden das Ziel der Allianz, den Markt zu stabilisieren und zu steuern, verfehlen. Die Vereinigten Arabischen Emirate sicherten zu, die Über-Produktion vom August mit niedrigeren Fördermengen im Oktober und November auszugleichen. Der Irak will bis zum Jahresende die vereinbarten niedrigeren Förderziele erreichen. Der Aufruf Saudi-Arabiens galt allen, die immer weniger bereit sind, sich an den Deal vom April zu halten, der ihre Ölverkäufe einschränkt. "Man sieht wie stark der Unmut und die finanzielle Anspannung sind", sagte der Energieanalyst Eugen Weinberg von der Commerzbank der Deutschen Presse-Agentur. Er verwies insbesondere auf Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate. Saudi-Arabien als größter Ölförderstaat der Opec befürchtet, dass es wieder einmal fast allein für die Einhaltung die Förderkürzungen sorgen muss. Im April hatten sich die insgesamt 23 Staaten der Opec+ zu drastischen Förderlimits durchgerungen, um den Ölpreis zu stabilisieren. Die Kürzungen sollen zunächst bis April 2022 gelten. Dennoch ist der Ölpreis - zur Freude der Autofahrer und der Ölheizungsbesitzer - im Keller. Allein Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben von April bis Juni 32,5 Milliarden Dollar weniger mit seinen Ölexporten eingenommen als im Vorjahreszeitraum.

 

FINANZMARKT - Überblick

Hinweis/Disclaimer:  Diese Darstellung dient Ihrer Information. Sie beruht auf allgemein zugänglichen Quellen, die wir, die Hypo Tirol Bank AG, zum Zeitpunkt dieser Information für zuverlässig erachten. Nicht bestimmt sind die genannten Informationen für den Vertrieb in den Vereinten Staaten von Amerika, weder für amerikanische Staatsangehörige, noch für Personen mit ständigem Wohnsitz in den Vereinten Staaten von Amerika. Quellenangabe für Berechnungen: Bloomberg, eigene Berechnungen. Trotz aller verwendeten Sorgfalt müssen wir eine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Informationen ausschließen und uns Satzfehler und Irrtum vorbehalten. Die konkrete Entwicklung der Märkte ist nicht vorhersehbar. Daher können wir für die obige Markteinschätzung keine Garantie geben. Eine Haftung für Veranlagungen, die auf dieser Einschätzung  beruhen, müssen wir daher ausschließen. Diese unverbindliche Produktbeschreibung dient Ihrer Information. Sie kann ein persönliches Gespräch mit Ihrem Berater nicht ersetzen. Die angeführten Beispiele haben wir zur Illustration gewählt. Ihr Inhalt stellt kein Angebot und keine Einladung zu Anbot-Stellung, Kauf oder Verkauf dar. Weder nach österreichischem noch nach ausländischem Recht. Bitte bedenken Sie: Investitionen beinhalten immer Risiken. Denn Rendite und Wert der zugrundeliegenden Anlage sind Schwankungen unterworfen. Nutzen Sie daher die Risikoaufklärung und die anleger- und objektgerechte Beratung durch unsere BeraterInnen. Wir sind gerne für Sie da! Bitte bedenken Sie: Bisherige Wertentwicklungen bieten keine Garantie für künftige Renditen. Sie handeln auf eigenes Risiko. Unsere Angaben dienen lediglich Ihrer Information. Sie sind nicht als Anlageberatung zu verstehen. Spesen, Ausgabeaufschläge, Rücknahmekosten und Steuern sind von der Berechnung nicht erfasst. Die angeführten Renditen sind auf Basis der jeweils angegebenen Währung berechnet. Für eine optimale Risiko-/ Ertragsbalance empfehlen wir eine Aufteilung ihrer Veranlagung auf mehrere Veranlagungsarten. Bitte entscheiden Sie entsprechend Ihrer Risikobereitschaft und Ihrer persönlichen Anlagebedürfnisse, ob eine Anlage für Sie geeignet ist. Wir beraten Sie gerne! Impressum: Hypo Tirol Bank AG, Meraner Strasse 8, 6020 Innsbruck, Österreich. Telefon +43/(0)50700-0