Hypo Tirol Blog
  
Fokus Finanzmarkt

Märkte am Morgen

08.07.2020

 

 

AKTIEN

DEUTSCHLAND: - VERLUSTE ERWARTET - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt bleiben am Mittwoch zunächst vorsichtig. Bereits am Vortag hatten sie die jüngste Erholungsrally genutzt, um erst einmal Kasse zu machen. Der Broker IG taxierte den Dax zur Wochenmitte knapp zwei Stunden vor dem Xetra-Start auf 12 552 Punkte und damit rund ein halbes Prozent unter seinem Vortagesschluss. Aktuell richten sich die Blicke wieder etwas mehr auf die weltweit steigenden Corona-Zahlen, nachdem viele Anleger die damit verbundenen Risiken für die Wirtschaft zuletzt teils ausgeblendet hatten. Vielmehr als eine kleinere Korrektur nach dem zuvor steilen Anstieg der Aktienkurse sei es bislang aber nicht, erklärte Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda.

USA: - VERLUSTE - Die US-Börsen haben am Dienstag allesamt Verluste verbucht. Vor allem gegen Handelsschluss kam zunehmend Druck in den Markt. Die technologielastigen Nasdaq-Börsen, die sich zunächst noch in neue Rekordhöhen aufgeschwungen hatten, drehten ebenfalls ins Minus. Börsianer verwiesen auf besorgniserregende Aussagen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) über stark steigende Arbeitslosigkeit infolge der Covid-19-Krise.

ASIEN: - VERLUSTE IN TOKIO, GEWINNE IN CHINA - Die wichtigsten Börsen Asiens haben am Mittwoch keine gemeinsame Richtung gefunden. Der japanische Leitindex Nikkei 225 fiel zuletzt um rund 0,6 Prozent. In China hingegen stieg der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen um zuletzt 0,6 Prozent. Der Hang Seng in Hongkong legte um 0,3 Prozent zu.

DEVISEN

Der Euro hat sich am Dienstag im späten US-Handel nur wenig bewegt. Rund eine Stunde vor dem Börsenschluss an der Wall Street kostete die Gemeinschaftswährung 1,1285 US-Dollar. Im asiatischen Handel hatte sie noch deutlich über 1,13 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Nachmittag (MESZ) auf 1,1290 (Montag: 1,1325) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8857 (0,8830) Euro.

Belastet wurde der Euro im Tagesverlauf vor allem von schwachen Konjunkturdaten aus Deutschland. Zwar hat sich die Industrie im Mai etwas von ihrem Einbruch in der Corona-Krise erholt. Neue Produktionsdaten blieben jedoch hinter den Erwartungen von Analysten zurück. Zudem wird die Rezession wegen der Corona-Pandemie nach der aktuellen Prognose der EU-Kommission in diesem Jahr noch stärker ausfallen als angenommen. Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone könnte demnach um 8,7 Prozent einbrechen, zuvor lag die Prognose bei minus 7,7 Prozent.

ANLEIHEN

Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Dienstag gefallen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel bis zum Nachmittag um 0,10 Prozent auf 175,92 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf minus 0,43 Prozent. Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland und Kursverluste an den Aktienmärkten stützten die Anleihen nicht nachhaltig. Die deutsche Industrie hat sich im Mai zwar etwas von dem scharfen Einbruch in der Corona-Krise erholt. Die Erholung blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Die Entwicklung der Industrieproduktion sei "enttäuschend", erklärte Experte Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg. "Nach den herben Rückgängen der Vormonate hatten wir mehr erwartet", fügte er hinzu. Die Rezession wegen der Corona-Pandemie wird nach der neuesten Prognose der EU-Kommission in diesem Jahr noch stärker ausfallen als angenommen. Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone könnte demnach 2020 um 8,7 Prozent einbrechen, zuvor lag die Prognose bei minus 7,7 Prozent. "Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Lockdown sind ernster, als wir das ursprünglich erwartet haben", sagte Kommissionsvize Valdis Dombrovskis. Merklich zugelegt haben hingegen die Kurse italienischer Staatsanleihen. Italiens Regierung hat ein Reformpaket aufgelegt, das einen Modernisierungsschub bringen soll. Die italienische Bürokratie soll effizienter werde, die Infrastruktur verbessert und die Digitalisierung vorangetrieben werden. Die italienische Regierung will so auch die Partner in der Europäischen Union überzeugen.

ROHSTOFFE

Die Ölpreise haben am Dienstag nach zwischenzeitlichen Verlusten etwas zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 43,29 US-Dollar. Das waren 21 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um sechs Cent auf 40,71 Dollar. Der Ölmarkt fand zuletzt keine klare Richtung. Seit längerem wird die Preisbildung am Ölmarkt durch gegensätzlich wirkende Kräfte beeinflusst und die Ölpreise treten auf der Stelle. Auf der einen Seite steht die konjunkturelle Erholung von der Corona-Krise in Asien und Europa. Auf der anderen Seite deutet sich eine konjunkturelle Belastung und damit ein Rückgang des Treibstoffverbrauchs durch die angespannte Corona-Lage in den USA und anderen amerikanischen Ländern an. Der Erdölmarkt hat ein extremes erstes Halbjahr hinter sich. Zu Jahresbeginn sorgte der Ausbruch der Corona-Pandemie für massive Preiseinbrüche. Hinzu kam ein Machtkampf zwischen den beiden Ölgiganten Saudi-Arabien und Russland, der den US-Ölpreis zeitweise unter die Nulllinie trieb. Seit Mai haben sich die Ölpreise jedoch ein Stück weit erholt, weil sich große Förderländer wieder zusammengerauft haben und Corona-Beschränkungen aufgehoben wurden.

 

 

 

 

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