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„In der Krise trennt sich die Spreu vom Weizen“

27.11.2020

Die Vermögensverwaltung der Hypo Tirol hat die Corona Krise sehr gut gemeistert.

Georg Frischmann, wie haben sich Ihre Strategien in der jetzigen Krise entwickelt?

Georg Frischmann: „If you panic, panic first or not at all“, lautet ein Börsensprichwort. Und so haben wir bereits Ende Februar proaktiv unsere Aktienquoten in den Vermögensverwaltungen gesenkt. Einen Einbruch in diesem Ausmaß hatten wir nicht erwartet. In solchen Phasen gilt es, Ruhe zu bewahren. Nach den drastischen Einbrüchen wurde die Aktienquote im April wieder erhöht. Vor allem unsere regionale und sektorale Positionierung hat sich ausgezahlt. Wir setzen schon seit längerem auf Technologie und Pharmawerte – auch eine aktive Beimischung von chinesischen Aktien hat sich bezahlt gemacht. Den europäischen Aktienmarkt sehen wir schon länger kritisch. Unsere „Aktienstrategie global“ konnte den Weltaktienmarkt heuer um mehr als 10 % übertreffen. Das hat dazu geführt, dass unsere Kundinnen und Kunden aktuell deutlich im Plus stehen und über üppige Gewinne aus den Vorjahren verfügen. Das Feedback unserer Kundinnen und Kunden ist ausgezeichnet. In diesem Jahr freuen wir uns über deutliche Zuwächse und Nettomittelzuflüsse.

Wie sieht Ihr Ausblick aus?

Angesichts des Ausmaßes der einbrechenden Unternehmensgewinne in der Corona Krise haben die Aktienmärkte im März dieses Jahres sehr stark korrigiert. Nachdem von der Regierung sehr schnell Konjunkturprogramme angekündigt wurden und die Notenbanken neue Kaufprogramme aufgelegt hatten, kam es zu einer deutlichen Gegenbewegung nach oben. Die Furcht eines Systemzusammenbruchs war erstmal gebannt – die Marktteilnehmer konzentrierten sich wieder mehr auf die Zukunft. Der Aktienmarkt ist ein sehr effizientes Vehikel. Es ist klar, dass noch einige Unternehmenspleiten auf uns zukommen und die Arbeitslosigkeit stark steigen wird. Der Markt denkt immer in die Zukunft. Nach der Rezession wird der Aufschwung umso stärker.

Mit weiteren Konjunkturprogrammen ist definitiv zu rechnen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Notenbanken alles tun werden, um eine Deflation zu verhindern. Ein größeres Infrastrukturprogramm in den USA erscheint sehr wahrscheinlich. Auch weiteres Helikoptergeld ist nicht auszuschließen. Diese Umstände und die Tatsache, dass die Zinsen nun sogar in den USA auf 0 % gefallen sind, machen Aktien aus heutiger Sicht für den langfristigen Investor sehr interessant. Natürlich ist eine nochmalige Korrektur nicht auszuschließen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist aber heute deutlich geringer wie noch vor einigen Monaten. Wir empfehlen sukzessive in Tranchen in den Markt einzusteigen, um das kurzfristige Marktrisiko zu reduzieren.

Georg Frischmann, CFA – Leiter Private Banking Hypo Tirol

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Marketingmitteilung – Bitte bedenken Sie: Performance-Ergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen zu. Gebühren, Spesen und Steuern sind von der Berechnung nicht erfasst. Unsere Angaben dienen lediglich Ihrer Information. Sie sind nicht als Anlageberatung zu verstehen. Die Prospekte zu den Produkte sowie allfällige Änderungen wurde gemäß §129 InvFG veröffentlicht. Sie sind einschließlich Fondsbestimmungen, KID, Berichte sowie vereinfachtem Prospekt gemäß §136 InvFG jederzeit kostenlos in deutscher Sprache in einer der Geschäftsstellen der Hypo Tirol Bank AG erhältlich. Zusätzlich sind die Unterlagen im Internet unter www.masterinvest.at und unter www.hypotirol.com für Sie abrufbar