Immobilien-Stammtisch – CHEFSTABLE
26. Juni 2026
Wohnbau als zentrale Zukunftsfrage: Branche und Politik kommen in Hypo Tirol Bank an einen Tisch
Innsbruck, 26.06.2026. Beim vierten Immobilien-Stammtisch CHEFSTABLE in der Hypo Tirol stand ein Thema im Mittelpunkt, das Tirol nachhaltig prägt: der Wohnbau. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Immobilienwirtschaft, Politik und Finanzwirtschaft wurde über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und konkrete Lösungsansätze diskutiert.
Unter dem Leitthema „Bank. Politik. Immobilien – Einblick. Ausblick. Lösungen“ standen insbesondere leistbares Wohnen, nachhaltiges Bauen sowie die Schaffung verlässlicher wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen im Fokus.
Die Hypo Tirol und ihr Marktvorstand Markus Hildmann haben dabei einen klaren Anspruch: „Wir wollen jene Bank sein, an die man in Tirol zuerst denkt, wenn es um Wohnbaufinanzierung geht – und zwar dort, wo Projekte tatsächlich umgesetzt werden. Seit 1901 ist es nämlich unser Auftrag, Wohnraum in Tirol möglich zu machen – und dieser Auftrag ist heute aktueller denn je. Als Bank arbeiten wir an tragfähigen Finanzierungslösungen für Private, Bauträger und den gemeinnützigen Wohnbau. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit allen Beteiligten dazu beizutragen, Wohnen in Tirol leistbar zu machen. Denn Wohnbau ist eine zentrale Standortfrage für Tirol.“
Wohnbau als Standortfaktor – gemeinsam Lösungen für leistbares Wohnen entwickeln
Tirol zählt zu den gefragtesten Lebensräumen – entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Wohnraum, insbesondere in Ballungsräumen. Gleichzeitig hat sich die Umsetzung von Wohnbauprojekten in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Im Rahmen der Diskussion herrschte Einigkeit darüber, dass Wohnraum längst mehr ist als eine Frage von Angebot und Nachfrage. Er ist ein zentraler Faktor für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Tirols. Vor diesem Hintergrund wurde beim Stammtisch deutlich: Wohnbau ist eine zentrale Standortfrage – und entsprechend als gemeinsame Aufgabe zu verstehen.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde deutlich, dass die Branche angesichts steigender Bau- und Finanzierungskosten sowie langwieriger Genehmigungsverfahren vor erheblichen Herausforderungen steht. Ein zentrales Anliegen ist daher die Beschleunigung behördlicher Verfahren. Insbesondere für nachhaltige und energieeffiziente Bauprojekte wird eine sogenannte „Fast Lane“ gefordert, um Investitionen schneller realisieren zu können.
Darüber hinaus sprechen sich die Vertreter der Immobilienwirtschaft für eine Vereinfachung und Vereinheitlichung der rechtlichen Rahmenbedingungen aus. Dazu zählen unter anderem Anpassungen der Bauordnungen, steuerliche Anreize für Investitionen sowie Erleichterungen bei der Immobilienfinanzierung. Auch bestehende Regelwerke wie das Mietrecht, die Tiroler Bauordnung und die Wohnbauförderung sollten aus Sicht der Branche neu gedacht und an die aktuellen Marktgegebenheiten angepasst werden.
Als Landesbank sieht sich die Hypo Tirol Bank in einer klar definierten Rolle. Seit ihrer Gründung im Jahr 1901 liegt der Fokus darauf, Wohnraum im Land zu ermöglichen – ein Auftrag, der im 125-jährigen Jubiläumsjahr aktueller denn je erscheint: „Wohnraum entscheidet darüber, ob Menschen hier leben können, ob Unternehmen Mitarbeiter finden und ob Regionen ihre Dynamik behalten. Unser Gründungsauftrag war es, Wohnraum im Land möglich zu machen. Daran hat sich auch 125 Jahre später nichts geändert. Heute braucht es mehr denn je gemeinsame Lösungen, damit Wohnbau umgesetzt wird und Wohnen leistbar bleibt“, betonte Hildmann.
Die Bedeutung der Landesbank beim Thema Wohnraumfinanzierung zeigt sich dabei in konkreten Zahlen
- In den ersten fünf Monaten 2026 wurden im privaten Wohnbau Finanzierungen in Höhe von über 91 Millionen Euro vergeben und dadurch knapp 400 Wohnprojekte von Tirolerinnen und Tirolern verwirklicht.
- Im gemeinnützigen Wohnbau sind aktuell rund 600 Millionen Euro in Projekte investiert, mehr als 700 Millionen Euro an Finanzierungsangeboten wurden seit 2024 übergeben.
- Über einen Social Bond finanziert die Bank rund 11.950 geförderte Wohneinheiten im Bestand, im vergangenen Jahr kamen mehr als 500 neue Einheiten hinzu.
- Bei den gewerblichen Wohnbauträgern verwaltet die Landesbank aktuell ein Gesamtobligo von 1,3 Mrd. an laufenden Finanzierungen.
Über den Immobilien-Stammtisch CHEFSTABLE
Dieser versteht sich als Plattform für den notwendigen Dialog zwischen allen Beteiligten und als Impulsgeber für die Weiterentwicklung des Wohnbaus im Land.